lostplaces.de ist ein seit 1999 bestehendes Internet-Projekt des Hobbyhistorikers Michael Grube, mit Rat und Tat unterstützt durch seine Frau Christel und einen lockeren Kreis anderer engagierter Geschichtsforscher, die sich ebenfalls ernsthaft und intensiv mit der Geschichte ehemaliger Industrie-, Militär- und Verkehrsanlagen, aber auch mit anderen Bauwerken und Objekten des vergangenen Jahrhunderts befassen.
Die Ziele
Auf diesen Seiten wird die Geschichte von Bauwerken und Orten dokumentiert und vorgestellt, welche der Allgemeinheit häufig recht unbekannt sind - eben "lost places", verlorene oder vergessene Plätze der Geschichte. Es geht dabei nicht zwangsläufig nur um solche Orte, an denen Weltgeschichte geschrieben wurde, sondern vielmehr um die „Geschichte vor der eigenen Haustür“, welche sich dem Leser häufig viel besser erschließt. Die Beiträge möchten aufzeigen, wie erstaunlich viele Örtlichkeiten mit einer interessanten oder ungewöhnlichen, oft aber auch traurigen oder schrecklichen Historie es gab und teilweise noch gibt. Die Artikel auf diesen Internetseiten können natürlich kein vollständiges Gesamtbild der Geschichte zeichnen - vielmehr werden exemplarisch und beispielhaft einzelne Objekte und Themen vorgestellt und beschreiben. lostplaces.de möchte auf diesem Weg Interesse wecken, Geschichtsbewusstsein schaffen und zur weiteren, tiefer gehenden Beschäftigung und Auseinandersetzung mit der Vergangenheit anregen.
Obwohl eine neutrale Betrachtungsweise und Berichterstattung für eine objektive Darstellung der Vergangenheit unabdingbar ist, darf nicht übersehen werden, dass viele der hier vorgestellten Bauwerke, Orte und Anlagen unter der totalitären Unrechtsherrschaft des Dritten Reichs erbaut oder zumindest benutzt wurden und häufig Zeugen furchtbaren Leids waren - Menschen wurden wie Sklaven zur Arbeit gezwungen, gequält und ermordet. Nicht nur in Auschwitz, Bergen-Belsen oder Dachau wurde menschliches Leben geschunden und vernichtet - Lager gab es praktisch überall in Deutschland. Und selbst solche Anlagen, in denen keine Zwangsarbeiter eingesetzt wurden, dienten häufig nur zu Kriegszwecken. Andere Bauwerke, wie z.B. Luftschutzbunker, waren Schauplätze des meist schweren Lebens der Zivilbevölkerung. All diese Geschehnisse dürfen nie vergessen werden – auch hierzu möchte diese Internetseite beitragen.
Mit Behörden und Institutionen u.a. aus den Bereichen Altlasten, Konversion, Denkmalschutz und politische Bildung bestehen zum Teil langjährige und enge Kontakte.
Was wir nicht sind und nicht wollen
Wir sind weder Schatzsucher, Sondengänger, Militaria- oder Munitionssammler noch Abenteurer, sondern verstehen uns als ernsthafte Heimatforscher.
Leider gibt es immer wieder Internet-Angebote, die Kriegshandlungen und vor allem die NS-Zeit verharmlosen, verherrlichen oder glorifizieren. Hiermit möchten wir nichts zu tun haben und wir distanzieren uns ausdrücklich davon - genauso von Gewalt, Revisionismus, Rassismus und jeder extremistischen Gesinnung überhaupt.
Ebenso gibt es leider immer wieder Leute, die unerlaubt in Bauwerke oder befriedete Grundstücke eindringen oder sogar einbrechen, dort „Party machen“, sie besprühen, zerstören oder anderweitig mutwillig Schaden anrichten. Mit Aktivitäten dieser Art haben wir nichts zu tun und wir distanzieren uns ausdrücklich davon.
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